Schwarzkiefer (Pinus nigra austriaca)
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Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schwarzkiefer (Pinus nigra) in Europa erstreckt sich von Ostspanien über das südliche Frankreich, weite Teile Mittel- und Süditaliens, des Balkans bis in die westliche Türkei einschließlich der Inseln Korsika, Sizilien und Zypern.
Außerhalb dieses geschlossenen Verbreitungsgebietes der Mittelmeerregion gibt es natürliche Schwarzkiefernbestände in Österreich (Wienerwald), Rumänien und auf der Krim. Die österreichische Schwarzkiefer bildet das nördlichste natürliche Vorkommen dieser Baumart. In Deutschland diente die Schwarzkiefer vor allem zur Wiederbewaldung trockener Weidetriften. Hierbei wurde die österreichische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. austriaca) eingesetzt. Schwerpunkte liegen in Thüringen (Saaletal, Jena), im nördlichen Baden-Württemberg (Taubergrund) und auf der Fränkischen Platte in Unterfranken.
Kleinere Schwarzkiefernanbauten sind in Bayern aus dem Fränkischen Jura oder der Münchner Schotterebene bekannt.
Im Vergleich zur Waldkiefer verläuft das Wachstum der Schwarzkiefer in den ersten Jahren der Kultur relativ langsam. Sie erträgt in diesem Stadium mehr Schatten. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit gerade auf Karbonatböden wurde sie oft der Waldkiefer vorgezogen, die auf karbonatreichen Standorten sehr stark unter Eisen-Mangel (Vergilbungserscheinungen, Kalkchlorose) leidet. Die Schwarzkiefer erreicht höhere Holzvorräte und die Stämme sind geradschaftiger. Das Holz ähnelt der Waldkiefer, ist jedoch wesentlich harzreicher. |
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